Chorseminar mit öffentlichem Konzert in der Klosterkirche Loccum

Leitung: Suely Lauar, Stimmbildung: Sven Olaf Gerdes

F/2/2018, 10.05.2018 - 14.05.2018, Evangelische Akademie Loccum, Anmeldung bis 15.03.2018

Konzert in der Klosterkirche am Sonntag, dem 13.05. um 17.30 Uhr

Programm:

  • Claudio Monteverdi (1567-1643): Cantate Domino (Italien)
  • Giuseppe Corsi (1631-1691): Adoramus Te (Italien)
  • Alessandro Scarlatti (1660-1725): Exultate Deo (Italien)
  • G. F. Händel (1685-1759): Halleluja (Deutschland)
  • Anton Bruckner (1824-1896): Christus factus est (Österreich)
  • Randall Thompson (1899-1984): Alleluia (USA)
  • Max Baumann (1917-1999): Ave Maria (Deutschland)
  • Ernani Aguiar (geb. 1950): 150. Psalm (Brasilien)
  • Ola Gjeilo (geb. 1978): Ubi Caritas (Norwegen)
Suely Lauar
Suely Lauar

Die MAS freut sich, Ihnen als neue Leiterin unseres beliebten Chor-Seminars in Loccum Frau Suely Lauar vorstellen zu können. Frau Lauar ist Dirigentin, Pianistin, Gitarristin, Produzentin und Sängerin. Sie studierte Klavier, Chorleitung und Orchesterleitung an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt Belo Horizonte, Brasilien. Sie hielt Vorlesungen über Intonation und Gesangstechnik an der Universität von Rio de Janeiro und Minas Gerais. Ihre Künstlerische Reife mit dem Studienschwerpunkt Orchesterleitung erlangte sie 2013 am Johannes-Brahms-Konservatorium in Hamburg. Sie schrieb für den deutschen Film „Die drei Leben“ die Musiktexte und arbeitete unter anderem als Gesangscoach bei „Der König der Löwen“. In den Medien ist Suely Lauar mittlerweile ständiger Gast. Interviews, Reportagen und Auftritte werden in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen wiedergegeben. Um ihre musikalischen Aktivitäten in Deutschland zu würdigen erhielt sie 2008 den Musikpreis Harburg. Derzeit leitet sie neben ihrem Lehrauftrag am Johannes-Brahms-Konservatorium in Hamburg mehrere von ihr gegründete Chöre und ist in der „MAT-Jugendmusikschule Hamburg“ als Chorleiterin tätig.

Suely Lauar wird das Chor-Seminar in der Tradition ihrer Vorgänger Rainer Thomsen und Ernst-Ulrich von Kameke fortsetzen, sicher aber auch neue, persönliche Akzente setzen. Suely Lauar schreibt über ihr Leben und das vor ihr zusammengestellte Programm:

Die beste Entscheidung meines Lebens war, das Medizinstudium aufzugeben und mich ganz dem Musikstudium zu widmen. Die Liebe zur und die Freude an der Musik haben mir bewiesen, dass die Musik Seelen öffnen kann und Gefühle ermöglicht, die sonst nur in Träumen existieren. Geboren in Brasilien, lebe ich seit 16 Jahren in Deutschland. Verschiedene Chorwettbewerbe in Athen, den USA, Italien, Brasilien sowie in Gießen und Marktoberdorf habe ich mit meinen Chören gewonnen. Heute lade ich Sie ein, die Leidenschaft mit mir zu teilen und mich auf eine musikalische Reise mit Stücken von Renaissance über Barock und Romantik bis hin zur modernen Musik zu begleiten.

Das Konzert startet im ersten Teil des Programms in der geistlichen Welt in der Renaissance mit „Cantate Domino“ („Singet dem Herrn ein neues Lied. Singet und lobet seinen Namen, denn er tut Wunder“) von Claudio Monteverdi, geht über „Adoramus Te“ von Giuseppe Corsi und „Exultate Deo“ von Alessandro Scarlatti aus dem Hochbarock bis zum „Hallelujah“ von G. F. Händel, welches er in London 1741 im Spätbarock als Teil seines Oratoriums „Messias“ schrieb. Hallelujah ist der Schlusschor des zweiten der drei Teile des Oratoriums. Es bildet den doxologischen Abschluss der bereits geschehenen Heilsgeschichte von der prophetischen Erwartung über die Geburt und das Hirtenwirken des Erlösers, sein Leiden und Sterben, seine Auferstehung und Himmelfahrt bis zur Ausbreitung des Evangeliums über die ganze Erde. Heute gehört es zu den bekanntesten Musikstücken überhaupt.

In unserer musikalischen Epochenreise geht es weiter zu den romantischen Komponisten: Von Anton Bruckner mit „Christus factus est“ - der Anfang einer biblischen Textstelle aus dem Brief des Paulus an die Philipper (2,8–9), der zuerst im gregorianischen Choral vertont wurde - bis zu Randall Thompson mit „Alleluia“. Thompson bildet den Übergang von der Romantik zum Expressionismus.

Die Moderne Musik wird im zweiten Teil unseres Konzertes präsentiert mit Liedern wie zum Beispiel dem „Ave Maria“ aus der Chorliteratur des deutschen Komponisten Max Baumann. Sein kompositorisches Schaffen umfasst nahezu alle Gattungen der Musik, jedoch nimmt die Orgelmusik und vor allem die geistliche Vokalmusik in seinen Werken einen großen Teil ein.

Daraufhin werden wir uns von einem brasilianischen Komponisten namens Ernani Aguiar mit dem 150. Psalm und auch von Ola Gjeilo aus Norwegen mit „Ubi Caritas“ begeistern lassen. Während „Sanctus: London“ und „Northern Lights“ a cappella gesungen werden, genießt es Ola Gjeilo, die Vokalisten bei Stücken wie „Ubi Caritas“ am Piano zu begleiten und umspielen zu können: „Ich improvisiere schon seit Jahren auf dem Klavier über meine eigenen A-cappella-Stücke, und jedes Mal sind die Improvisationen verschieden und kommen ganz aus dem Bauch heraus“, erklärt der Norweger und gesteht: „Das mache ich als Interpret am liebsten.“

Dieses Reiseprogramm werden wir gemeinsam in der unglaublichen Atmosphäre der Klosterkirche Loccum genießen und mit Sicherheit wird Ihnen dieser Klang lange in Erinnerung bleiben.

wann und wo:
Donnerstag, 10.05.2018, 15.00 - Montag, 14.05.2018, 10.00 Uhr
Loccum, Tagungsstätte in der Evangelischen Akademie
Anmeldeschluss 15.03.2018
Kursentgelt:
MAS-Mitglieder: 55,00 €
Nichtmitglieder: 75,00 €
4 Ü/EZ/VP: 286,86 €
4 Ü/DZ/VP p.P.: 278,86 €