Gustav Mahler - Das Werk als Spiegel des Lebens (Vortrag; Teil 1)

Dr. Wolfgang Doebel

Kurs-Nr. MHH/1/2026

Anmeldung nur über die Elbschloss Residenz, Tel. 040-819 9110

Die Idee einer „Musik als Autobiographie“ war im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Viele Künstler folgten ihr, angefangen mit Beethoven, über Berlioz, Schumann und Wagner bis zu Strauss. Kein Komponist hat sich jedoch diese Idee so sehr zu eigen gemacht wie Gustav Mahler; seine Symphonien sollten nicht nur die Natur und die Welt, sondern ganz besonders auch das Leben - Mahlers eigenes Leben - beinhalten. Darauf wies er immer wieder hin. So sagte er im Sommer 1893 zu seiner vertrauten Freundin Natalie Bauer-Lechner: „Meine ersten beiden Symphonien erschöpfen den Inhalt meines ganzen Lebens. Es ist Erfahrenes und Erlittenes, was ich darin niedergelegt habe, Wahrheit und Dichtung in Tönen. Und wenn einer gut zu lesen verstünde, müßte ihm in der Tat mein Leben darin durchsichtig erscheinen. So sehr ist bei mir Schaffen und Erleben verknüpft, daß, wenn mir mein Dasein fortan ruhig wie ein Wiesenbach dahinflösse, ich – dünkt mich – nichts rechtes mehr machen könnte.“

Tatsächlich sind es bei Mahler bereits früheste Kindheitseindrücke, die seine Musik für den Rest seines Lebens prägten. Diesen Einflüssen geht der Vortrag anhand von Beispielen aus der ersten, zweiten und dritten Symphonie sowie den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ nach.

wann und wo:

05.03.2026, 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Elbschloss Residenz, Elbchaussee 374, 22609 Hamburg

Eintritt:

MAS-Mitglieder/Nichtmitglieder: 10 €