Gustav Mahler - Das Werk als Spiegel des Lebens (Vortrag; Teil 2)

Dr. Wolfgang Doebel

Kurs-Nr. MHH/2/2026

Anmeldung nur über die Elbschloss Residenz, Tel. 040-819 9110

Die Idee einer „Musik als Autobiographie“ war im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Viele Künstler folgten ihr, angefangen mit Beethoven, über Berlioz, Schumann und Wagner bis zu Strauss. Kein Komponist hat sich jedoch diese Idee so sehr zu eigen gemacht wie Gustav Mahler; seine Symphonien sollten nicht nur die Natur und die Welt, sondern ganz besonders auch das Leben - Mahlers eigenes Leben - beinhalten. Darauf wies er immer wieder hin.

Tatsächlich sind es bei Mahler bereits früheste Kindheitseindrücke, die seine Musik für den Rest seines Lebens prägten. Ging der erste Teil des Vortrags diesen Einflüssen anhand von Beispielen aus der ersten, zweiten und dritten Symphonie sowie den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ nach, so thematisiert der zweite Teil Mahlers Jahre in Hamburg, vor allem aber die Zeit in Wien und New York. Hier ist es vor allem die Beziehung zu seiner Frau Alma, von den überschwänglichen Gefühlen zu Beginn der Beziehung bis zum katastrophalen Ende zehn Jahre später, die sich in Mahlers Symphonien widerspiegeln. Und natürlich verarbeitete der Komponist auch den Tod der geliebten Tochter Maria Anna im Sommer 1907, die im Alter von viereinhalb Jahren an Scharlachdiphterie starb.

wann und wo:

10.03.2026, 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Elbschloss Residenz, Elbchaussee 374, 22609 Hamburg

Eintritt:

MAS-Mitglieder/Nichtmitglieder: 10 €